Mein Herzprojekt - Klangtherapie

Willkommen bei Heike Ott Yoga & Klang

ÜBER YOGA

Sobald die Matte ausgerollt wird, scheint die Zeit automatisch etwas langsamer zu laufen: Wenn du zur Yoga-Community gehörst, kennst und liebst du dieses Gefühl schon längst. Falls du aber noch nie etwas mit Yoga zu tun gehabt hast, fragst du dich wahrscheinlich, warum so viele Leute davon schwärmen. Yoga, ist das Sport? Eine Religion? Und: Was bedeuten eigentlich Begriffe wie Pranayama, Hatha, Ashtanga oder Kundalini Yoga?

Das klingt alles sehr verwirrend? Keine Sorge, hier liest du alles über die Philosophie hinter Yoga, verschiedene Yoga-Stile und den Unterschied zu Pilates!

FÜR WENN UND WAS IST YOGA EIGENTLICH GUT?

Mit Yoga verbinden wir in der westlichen Gesellschaft oft durchtrainierte Menschen, die scheinbar mühelos ihren Körper in alle (un-)möglichen Posen verbiegen und dabei schicke Sportkleidung tragen. Tatsächlich sind die körperlichen Übungen aber nur ein Bruchteil dessen, was wirklich hinter Yoga steckt und dementsprechend muss man auch kein Supersportler sein, um Yoga zu praktizieren.

WER KANN YOGA MACHEN?

Yoga eignet sich für jeden, da es viele verschiedene Varianten gibt. Letztendlich kommt es also nur darauf an, das Yoga zu finden, das zum eigenen Typ und Gesundheitszustand passt. Übrigens: Yoga kennt kein Geschlecht, denn sowohl Männer (Yogis) als auch Frauen (Yoginis) profitieren von der jahrtausendealten Praxis!

Menschen niederer Kasten, Ureinwohner oder Frauen hatten ursprünglich keinen Zugang zu religiösem Wissen. Die Brahmanen ließen sich ihr Wissen teuer bezahlen und machten Religion zu einer Angelegenheit der Männer in den oberen drei Kasten. Yoga hingegen ermöglichte Techniken für jeden Menschen, da Gott ja im eigenen Inneren gesucht wird. Jeder konnte die Zügel selbst in die Hand nehmen. Und Yoga heißt übersetzt aus dem indogermanischen ja auch nichts anderes, als „Gespann“, dessen Ziel es ist die wilden Rösser der fünf Sinne zu zügeln. Hört sich romantisch an oder? Leider war es in der Praxis dann doch so, dass nur jene Yoga praktizieren konnten, die auch fähig waren die Schriften zu lesen, die in der alten geheiligten Sprache Sanskrit geschrieben war. Und das konnten nur wenige.

WAS HILFT YOGA?

Yoga bringt sehr viel mehr, als man auf den ersten Blick vielleicht denkt. Viele Yoga-Stile basieren auf gewissen Körperübungen, den sogenannten Asanas. Dadurch wird die Muskulatur beansprucht und das Herz-Kreislauf-System gestärkt.

Yoga ist also einerseits gut für deinen Körper und hat durchaus eine sportliche Seite. Der Abnehm- und Straffungseffekt ist bei regelmäßigem Yoga eine positive Nebenwirkung, allerdings nicht das grundlegende Ziel einer Yoga-Reise, denn eigentlich geht es um die Lebenseinstellung.

Yoga bringt verbesserte körperliche Gesundheit, aber auch Geist und Seele tun die Einheiten gut. Denn Yoga fördert Geduld, entspannt und bewirkt gleichzeitig, dass man sich nicht mehr so leicht stressen lässt.

Kurz: Durch Yoga wächst die Achtsamkeit gegenüber den Mitmenschen, der Umwelt, aber auch sich selbst.

URSPRUNGS GESCHICHTE VON YOGA

Die indische Yoga-Wissenschaft hat eine 3.500 Jahre alte Geschichte. Oder sind es 5.000 Jahre? Zu welcher Zeit Yoga entstanden ist, kann nicht auf das Jahr genau gesagt werden. Und es scheint auch nicht relevant. Fest steht, dass sich über diesen Zeitraum eine schier unglaubliche Ansammlung von Wissen über den menschlichen Körper und Geist angesammelt hat. Zahlreiche Traditionslinien, von Shivananda bis Iyengar, sind über die Jahre entstanden und Millionen von Menschen haben sich auch im Westen auf den Weg des Yoga gemacht. Ein Weg, der für jeden anders aussehen kann. Aber eines ist klar: Wer sich auf den Weg macht, bleibt nicht derselbe.

  1. Yama: Verhaltensregeln und moralische Disziplin
  2. Niyama: Selbstdisziplin
  3. Asanas: körperliche Übungen
  4. Pranayama: Atemtechniken
  5. Pratyahara: Rückzug in den eigenen Geist
  6. Dharma: Konzentration, Einhaltung von Regeln für das Miteinander
  7. Dhyana: Meditation
  8. Samadhi: Erleuchtung

YOGA ALS LEBENSPHILOSOPHIE

Stärkeres Bewusstsein für deinen Körper

YOGA-ARTEN KURZ ERKLÄRT

Eins vorweg: DAS Yoga gibt es nicht, vielmehr stehen viele verschiedene Varianten gleichberechtigt nebeneinander. Wie bereits gesagt, geht es nur darum, welche Art dir persönlich am meisten zusagt. Damit du dir eine konkrete Vorstellung machen kannst, hier eine Auflistung der bekanntesten Stile.

ASHTANGA YOGA

Eine Ashtanga-Einheit läuft nach der immer gleichen Reihenfolge ab. Die besteht aus sehr dynamischen Übungen, die die Muskeln ordentlich beanspruchen und durch Kehlkopfritzenatmung geleitet werden. Dieser Yoga-Stil ist stark nach dem Pfad der acht Schritte ausgerichtet.

BIKRAM YOGA

Die typischen 26 Übungen werden beim Bikram-Stil in einem sehr warmen Raum ausgeführt. Um die 40°C Zimmertemperatur sorgen dafür, dass die Muskeln noch stärker gelockert werden und man viel schwitzt. Bikram Yoga ist also doppelt gut für die Gesundheit, weil es sehr entschlackend wirkt.

HATHA YOGA

Wenn wir von Yoga sprechen, haben wir in der Regel diesen Stil im Sinn. Hatha-Yoga eignet sich hervorragend für Anfänger, da die leichten Körperübungen und ruhigen Atemtechniken für jeden machbar sind und sanft in die Yoga-Philosophie einführen.

Die Verbindung zum Geist steht hier stärker im Mittelpunkt als die körperliche Anstrengung.

KUNDALINI YOGA

Beim Kundalini-Stil werden zusätzlich zu den Asanas besonders intensive Atemübungen ausgeführt. Das Prana, der Atemfluss bzw. die Lebensenergie, wird bewusst geleitet. Auch Meditation und das Wiederholen von Mantras spielen hier eine wichtige Rolle. Der Fokus liegt also eher auf der spirituellen Ebene.

YOGA NIDRA

Diese Variante taucht tief in die geistige Welt ein: Es wird gezielt ein tranceähnlicher Zustand zwischen Schlafen und Wachen hergestellt, in dem man die eigenen Gedanken und Gefühle bewusst erlebt, ohne zu urteilen. Yoga Nidra konzentriert sich nicht auf Körperübungen, sondern auf die Meditation.

POWER YOGA

Als Grundlage für diesen Stil dient Ashtanga-Yoga. Der Hauptunterschied ist, dass die Reihenfolge der Asanas beim Power Yoga wesentlich flexibler gestaltet werden kann. Auch hier sehen die Posen vielleicht nicht allzu anstrengend aus, bringen aber schnell ins Schwitzen, da die Tiefenmuskulatur beansprucht wird. Die Asanas werden lange gehalten und zielen darauf ab, Koordination, Atmung, Kraft und Balance zu stärken.

VINYASA YOGA / VINYASA FLOW

Beim Vinyasa Flow gehen die Asanas fließend ineinander über und werden durch die Atmung geleitet. Die Asana-Reihenfolge wird mehrere Male wiederholt und das in einem eher flotten Tempo. Beim Vinyasa-Yoga werden also neben der bewussten Atmung auch Muskeln aufgebaut und gestärkt.

YIN YOGA

Wer es lieber ruhig mag, ist mit Yin Yoga gut beraten, denn dieser Stil ist sehr ruhig.

Die Positionen werden mitunter mehrere Minuten lang gehalten, allerdings geht es dabei nicht um Kraftaufwand, sondern vielmehr um den Dehneffekt und darum, in den Körper hineinzuhören.

Als positiver Nebeneffekt werden dabei die Gelenke gestärkt und das Bindegewebe (Faszien) wird entspannt.

VEDISCHE ZEIT

Yoga ist auch nicht, wie viele glauben, nur Love, Peace and Happiness. Uralte Textsammlungen, die Veden (übersetzt Wissen), können wie das alte Testament im Christentum gesehen werden. Sie beschreiben Opferhandlungen, Feuerrituale und Ekstase Techniken. So wurden in der vedischen Zeit schon mal 1.000 Hengste geopfert um die Götter zu besänftigen. Später kam es aber zu einer Gegenbewegung: Das äußere Opfer wurde durch innere Opfer ersetzt und statt Tiere opferte man nun symbolisch den Atem.

800 v. Chr. wurden diese Abhandlungen in den Upanishaden (Bestandteil des Veda) niedergeschrieben. Dabei wurden existenzielle Fragen über die Menschheit in Dialogform zwischen Lehrer und Schüler auf Papier gebracht. Ergebnis ist die Lehre, dass Gott und die Schöpfung identisch sind. Klarerweise wurden dadurch auch Opfer und Rituale überflüssig. Es geht darum das göttliche Selbst (Atman) in sich zu erkennen. Zu dieser Zeit entstand auch das Konzept der Wiedergeburt (Samsara) und der Glaube an das persönliche Schicksal (Karma – Prinzip der Ursache und Wirkung). Die Zeit war reif und Yoga wurde in Indien populär.